Was ist der Unterschied zwischen Primitivo und Negroamaro? Was bedeutet DOCG? Im VINMIO Weinlexikon findest du verständliche Antworten zu Rebsorten und Weinbegriffen – mit Weinen, die aktuell in unserem Shop erhältlich sind, und passenden Beiträgen aus dem Magazin.
Die Rebsorten sind mit derzeit verfügbaren Weinen aus Deutschland, Italien und Frankreich verknüpft. Sortiment und Jahrgänge können wechseln. Nutze die Buchstaben oben oder gib einen Begriff in die Suche ein. Für regionale Hintergründe findest du im VINMIO Magazin vertiefende Beiträge.
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Weißwein · Piemont
Arneis
Arneis ist eine weiße Rebsorte aus dem Roero im Piemont. Die trockenen Weine wirken oft fruchtig und duftig, mit Noten, die an Birne, helle Blüten oder Kräuter erinnern können. Eine schöne Wahl zu Antipasti, Gemüse, Fisch und leichten Pastagerichten.
Barbera zählt zu den prägenden roten Rebsorten des Piemonts. Typisch sind eine lebendige Säure und intensive Frucht; der Ausbau entscheidet mit darüber, ob der Wein besonders frisch oder kraftvoll und gereift wirkt. Passt gut zu Pasta mit Tomatensauce, Wurstwaren und herzhaften Gerichten.
Catarratto ist eine traditionelle weiße Rebsorte Siziliens. Je nach Herkunft und Ausbau entstehen frische, unkomplizierte bis strukturierte Weißweine mit heller Frucht und mediterranem Charakter. Dazu passen Fisch, Gemüsegerichte, Salate und Antipasti.
Chardonnay wächst in vielen Weinregionen und kann deshalb sehr unterschiedlich schmecken: von frisch und zitrusbetont bis vollmundig und cremig. Klima, Lesezeitpunkt und Ausbau – etwa im Edelstahltank oder Holzfass – prägen den Stil. Vielseitig zu Fisch, Geflügel und cremigen Pastagerichten.
Glera ist die wichtigste Rebsorte für Prosecco. Sie bringt meist fruchtig-frische Weine mit Aromen von Apfel, Birne und weißen Blüten hervor. Prosecco ist dabei die geschützte Herkunftsbezeichnung des Weins – nicht der Name der Rebsorte. Ideal als Aperitif und zu leichten Häppchen.
Grillo ist eine sizilianische Weißweinrebe, die frische Frucht mit Kräuter- und Zitrusnoten verbinden kann. Die Weine reichen von lebhaft und leicht bis zu komplexeren, strukturierteren Stilen. Eine passende Begleitung zu Meeresfrüchten, Fisch, Gemüse und mediterranen Vorspeisen.
Lagrein ist eine rote Rebsorte Südtirols. Die Weine zeigen häufig dunkle Beerenfrucht und eine würzige, kräftige Art. Je nach Ausbau wirken sie saftig und zugänglich oder strukturierter. Dazu passen kräftige Pasta, gegrilltes Gemüse und herzhafte Fleischgerichte.
Lugana bezeichnet die geschützte Herkunft am südlichen Gardasee; Turbiana ist die dort prägende Rebsorte. Typische Lugana-Weine verbinden frische Frucht und eine feine Würze. Sie passen zu Fisch, Risotto, Antipasti und mildem Käse.
Malvasia Nera ist eine rote Rebsorte, die in Apulien häufig in Cuvées vorkommt, aber auch sortenrein ausgebaut wird. Ihr Stil reicht von fruchtig und weich bis würzig und gehaltvoll. Eine gute Wahl zu gegrilltem Gemüse, Pasta und gereiftem Käse.
Nebbiolo ist die Rebsorte hinter großen piemontesischen Weinen wie Barolo und Barbaresco. Sie verbindet eine ausgeprägte Säure mit kräftigen Gerbstoffen. In der Jugend kann der Wein fest und strukturiert wirken; mit Reife entwickelt er zusätzliche Duft- und Geschmackstiefe. Dazu passen Schmorgerichte und Pilzgerichte.
Negroamaro ist eine der charakteristischen roten Rebsorten des Salento. Die Weine zeigen oft dunkle Frucht, würzige Noten und eine kräftige, mediterrane Art. Sie begleiten gut Pasta mit kräftiger Sauce, gegrilltes Gemüse und herzhafte Fleischgerichte.
Nero d’Avola ist eine bekannte rote Rebsorte Siziliens. Je nach Lage und Ausbau entstehen fruchtbetonte bis kräftige Weine, oft mit dunkler Beerenfrucht und würzigen Nuancen. Er passt zu gegrilltem Gemüse, Pasta mit würziger Sauce und kräftigen Speisen.
Pinot Bianco heißt in Deutschland Weißburgunder und in Frankreich Pinot Blanc. Die Rebsorte ergibt häufig elegante, eher zurückhaltend duftende Weißweine mit feiner Frucht und ausgewogener Säure. Sie passt zu Fisch, hellem Fleisch und feinen Gemüsegerichten.
Pinot Grigio, Grauburgunder und Pinot Gris sind internationale Namen derselben Rebsorte. Der Stil hängt stark von Herkunft und Ausbau ab: Er kann leicht und frisch, aber auch vollmundiger und würziger ausfallen. Passt zu Fisch, Pasta, Geflügel und mildem Käse.
Pinot Nero, Spätburgunder und Pinot Noir sind Bezeichnungen für dieselbe rote Rebsorte. Sie steht oft für feinere, duftige Rotweine mit Kirsch- und Beerenaromen. Leichtere Varianten passen zu Pilzen und Geflügel, kräftigere auch zu Lamm und gereiftem Käse.
Primitivo ist eine der bekanntesten roten Rebsorten Apuliens. Viele Weine sind geprägt von reifer dunkler Frucht und einer warmen, würzigen Art; der genaue Stil hängt von Herkunft und Ausbau ab. Er passt zu Pizza, Grillgerichten, geschmortem Fleisch und gereiftem Hartkäse.
Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaum- und Perlweine, die überwiegend aus der Rebsorte Glera erzeugt werden. Je nach Variante reicht der Stil von fruchtig-frisch bis etwas kräftiger. Gut gekühlt passt Prosecco als Aperitif und zu leichten Vorspeisen.
Riesling ist bekannt für seine lebendige Säure und große stilistische Bandbreite – von trocken und zitrusfrisch bis hin zu restsüßen Weinen. Apfel- und Pfirsichnoten sind häufig, doch Herkunft und Reife prägen den individuellen Charakter. Passt zu Fisch, würzigen Speisen und asiatischer Küche.
Sangiovese prägt viele toskanische Rotweine, darunter Chianti Classico. Häufig treffen rote Kirschfrucht, Kräuter und eine frische Säure auf spürbare Struktur. Das macht ihn zu einem vielseitigen Partner für Pasta mit Tomatensauce, Pizza, Antipasti und gegrilltes Fleisch.
Sauvignon Blanc kann von frisch und zitrusbetont bis aromatisch mit Kräuter-, Stachelbeer- oder exotischen Fruchtnoten reichen. Der Stil verändert sich mit Klima und Ausbau. Er passt gut zu Ziegenkäse, Spargel, Fisch und frischen Kräuterküchen.
Susumaniello ist eine traditionsreiche rote Rebsorte aus dem Salento, die heute wieder stärker entdeckt wird. Sie ergibt fruchtige, oft farbintensive Weine mit würziger Note und tragender Struktur. Eine passende Begleitung zu gegrilltem Fleisch, kräftiger Pasta und würzigem Käse.
Vermentino wächst in mehreren italienischen Küstenregionen und zeigt häufig Zitrusfrucht, Kräuter und eine frische, mediterrane Art. Besonders bekannt ist Vermentino di Gallura auf Sardinien; auch in Bolgheri und Apulien ist die Rebsorte im Sortiment vertreten. Ideal zu Fisch, Meeresfrüchten und Antipasti.
Kurze Definitionen für Begriffe, die auf Etiketten, in Weinbeschreibungen oder im Gespräch im Shop häufig vorkommen.
DOC
Italienische geschützte Ursprungsbezeichnung. Das Regelwerk legt unter anderem Herkunft und zulässige Produktionsbedingungen für die jeweilige Denomination fest.
DOCG
Eine italienische Herkunftsbezeichnung mit zusätzlichen Anforderungen und Kontrollen gegenüber DOC. Die konkreten Regeln unterscheiden sich je nach Gebiet.
IGT
Italienische Herkunftsangabe mit regionalem Bezug und in der Regel mehr Spielraum bei Rebsorten und Stil als DOC/DOCG.
Riserva
Zusatz auf dem Etikett für Weine, die nach den Regeln ihrer Herkunft länger gereift sind. Die vorgeschriebene Dauer hängt von der jeweiligen Denomination ab.
Cuvée
Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder Partien. Winzerinnen und Winzer kombinieren Komponenten, um einen ausgewogenen Hausstil zu erreichen.
Barrique
Kleines Eichenfass für den Ausbau. Holz kann Duft und Geschmack beeinflussen, etwa mit würzigen oder toastigen Noten; Stärke und Wirkung hängen von Fass und Reifezeit ab.
trocken
Beschreibt einen Wein mit wenig wahrnehmbarer Restsüße. Die genaue gesetzliche Einstufung richtet sich nach den geltenden Weinregeln und der Säure.
Food Pairing
Die gezielte Kombination von Wein und Speisen. Als Startpunkt dienen Intensität, Säure, Süße, Würze und Zubereitung des Gerichts.
Weinregionen entdecken
Viele Rebsorten sind eng mit ihrer Herkunft verbunden. Vertiefe dein Wissen zu den Regionen, die im Shop und Magazin eine besondere Rolle spielen.
Der Schwerpunkt liegt auf Rebsorten und Weinstilen, die in den aktiven Weinangeboten von VINMIO vorkommen. Dazu zählen unter anderem Primitivo, Negroamaro, Susumaniello, Nebbiolo, Arneis, Vermentino, Riesling und Chardonnay.
Ist Prosecco eine Rebsorte?
Nein. Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Die wichtigste dafür verwendete Rebsorte heißt Glera.
Warum unterscheiden sich Weine aus derselben Rebsorte?
Klima, Boden, Lage, Erntezeitpunkt und Ausbau prägen den Geschmack. Deshalb kann dieselbe Rebsorte je nach Herkunft und Weingut einen ganz unterschiedlichen Stil entwickeln.
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